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Endlich war es soweit - wir saßen im Flieger nach Monastir/Tunesien. Wir, das waren Amir al Garb, Tamara, Ayuni,, Dorayyah, Nailah, Irina , Jasmina und natürlich unsere Chefin Leyla, sowie ihre Mutter Silvia und Sohn Benjamin. Die Tanzreise war Leyla`s erstes Projekt in dieser Art und wir alle waren glücklich, daß die Auswahl der Tänzerinnen auf uns fiel. Die intensiven Trainingsvorbereitungen haben uns allen sehr viel Freude bereitet und bevor es losging stellten sich natürlich viele Fragen.
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Eine zentrale Frage war immer wieder,wie wir trotz der vielen Auftrittskostüme , Säbel, Stock etc. unsere 20 kg Freigepäck einhalten können?? Ein unmögliches Unterfangen.....Stunden des Packens, Wiegens, wieder auspacken begannen und was war - natürlich hatten wir zuviel Gepäck!!! Beim Einchecken zitterten wir dann beim Blick auf die Waage und es stellte sich noch die bange Frage, ob`s mit den Säbeln bei der Ein-und Ausreise auch klappt. Am Flughafen von Monastir angekommen gingen Jasmina und Nailah ganz cool mit den Säbeln durch die Zollabfertigung - ohne Probleme - und beide waren total stolz auf ihren bezaubernden Charme. Tja, von wegen Charme. Leyla`s gute Beziehungen hatten dies bewirkt! Vor dem Flughafengebäude erwartete uns schon der Fahrer vom Hotel mit einem Kleinbus. Er staunte nicht schlecht über die vielen Gepäckstücke und wir waren dann auch bis unters Dach bepackt. |
Die Fahrt nach Hammamet ins Hotel war sehr interessant. Vorbei an riesigen Olivenhainen, total überladenen PKW und LKW. Hier und da wurde mal eine Kuh oder ein Kamel auf einen Pritschenwagen transportiert. Oder es stapelten sich Tomaten oder Melonen zu riesigen Pyramiden. Was macht das schon, wenn ein paar auf der Windschutzscheibe eines anderen landen???
| Nicht zuletzt der Fahrstil unseres Fahrers ließ den Adrenalinspiegel ordentlich ansteigen - einfach atemberaubend. Glücklich und heil angekommen wurden wir schon vor dem Hotel Nahrawess vom Rezeptionschef und dem Hotelmanager erwartet und bei einem leckeren Cocktail herzlich begrüßt. Nach dem Erfrischungsgetränk und der Abklärung einiger organisatorischer Angelegenheiten bezogen wir unsere Zimmer, die mit Klimaanlage, Kühlschrank, Fön etc. ausgestattet waren. Schon während des Auspackens belieferten uns die Zimmermädchen mit Bergen von Kleiderbügeln. Anschließend forderte Leyla unseren Orientierungssinn und zeigte uns die tolle Hotelanlage. Sie machte uns mit allem vertraut, stellte uns verschiedenen Leuten vor, zeigte uns die riesige Gartenlandschaft. das Beautycenter und vieles mehr. Waren wir in den ersten Tagen an einem bestimmten Punkt verabredet, traf Leyla einige von uns garantiert an der "falschen" Stelle, was immer wieder sehr amüsant war. Der Nightclub "LasVegas" erforderte jedoch unser besonderes Interesse. Sollte er doch für die nächsten drei Wochen Teil unseres Arbeitsplatzes sein. Die Möglichkeiten der Beleuchtungstechnik wie Sternenhimmel, Schwarzlicht, Nebeleffekte etc. war unbegrenzt. | ![]() |
| Am nächsten Tag, einem Sonntagnachmittag, hatten wir unseren ersten Auftritt. Verschiedene Gruppenchoreograhien und ein Duett von Leyla und Amir gaben wir auf der Terrasse des Hotelrestaurants und auf der Terrasse am Meer zum Besten und bekamen viel Applaus dafür. | |
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Hier machten wir auch Bekanntschaft mit einem bekannten tunesischen Sänger Roshdi Alouan - ein guter Bekannter von Leyla. Montag und Dienstag probten wir dann die komplette Show mit Beleuchtungstechnik und den jeweiligen Positionen und fieberten der ersten Show mit Hochspannung entgegen. Erwähnt werden muss hier auch noch mal der beruhigende Einfluß von Leyla und ihrer Mutter. Dann war es soweit. Die Veranstaltung war gut besucht und die Atmosphäre hervorragend. Wir präsentierten einen Eröffnungstanz mit Schleier, ein tolles Solo mit Amir, ein Stocktanz mit Nailah und Dorayyah, ein Duett mit Leyla und Amir, ein Solo mit Ayuni sowie eine Vielzahl von Gruppentänzen. Absoluter Höhepunkt war natürlich das Solo von Leyla. Ihr Temperament übertrug sich sofort auf das Publikum und sie brachte den Saal zum "Kochen". Zum Schluss war die Anspannung wie weggeblasen und alle tanzenden wir lockeren Fußes den Finaltanz. Die Stimmung war einfach super und am nächsten Tag lagen viele Fotos vom Hotelfotograf zum Kauf bereit. Nach der Show genossen wir wohlverdient unseren Erfolg bei einem Gläschen guten tunesischen Wein. |
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Samstags fand der zweite Showteil statt. Er wurde
mit einem Doppelschleiertanz mit weissen Kostümen und Schwarzlicht
getanzt - einfach genial, wie wir später auf dem Video feststellen
konnten. Danach folgten Amir und Leyla, ein Trio getanzt von Dorrayah,
Jasmina und Nailah, ein Solo von Ayuni, und verschiedene Gruppentänze.
Beim Säbeltanz mit anschließendem Trommel bekamen wir beim
Einmarsch schon so viel Applaus, dass wir eigentlich nichts mehr hätten
tun müssen.....Nach Leylas Solo und abschließendem Da Dou De
(übrigens ein richtiger Ohrwurm) waren die Zuschauer nicht mehr auf
ihren Sitzen zu halten. Wir tanzten mit ihnen zusammen noch ein paar Lieder
und auch hier wurde wieder mal so mancher Film verschossen. Erwähnt
werden muß hier noch mal ganz besonders Leylas Sohn Benjamin, der
dem Hotelfotografen große Konkurrenz machte und herrliche Fotos
von uns "schoss". Auch die "Technik" im Las Vegas
hatte er schnell in Griff und so war er bei jedem Training dabei obwohl
er das ein oder andere Mal schon etwas "besseres" zu tun gehabt
hätte. |
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| Wir waren ein klasse eingespieltes
Team. Außer zwei unterschiedlichen, abendfüllenden Shows in der Woche tanzten wir zu verschiedenen Anlässen, wie z.B. Solos in der Greenbar oder auf der Terrasse, bei einer Restauranteröffnung in Hammamet oder auf einer Verlobungsfeier in Tunis, so dass auch tunesische Bauchtänzerinnen neidvoll eingestehen mußten: " Die Deutschen können was..." In den drei Wochen unseres Aufenthaltes zeigt uns Leyla viel von Hammamet und Nabeul und auf weiteren Exkursionen lernten wir Land und Leute kennen. Walken, schwimmen und sonnen gehörte natürlich ebenfalls zum täglichen Programm. Das Meer war herrlich klar und unsere Liegen "warteten" morgens schon auf uns. |
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| Das Hotel Nahrawess war einfach klasse und nicht zu vergessen ist das hervorragende Büfett. Uns hatte es vor allem das Nachspeisebüfett angetan. Die tollen Torten, die Mousse au Chocolate oder die leckere Cocoscreme - niemand von uns kam dran vorbei...und die Nachwirkungen verspürten wir dann locker bei den Shimmys und Bauchrollen. Ein einmaliges Erlebnis hatten wir aber in der Nacht unserer Abreise. Wir sollten auf einer Verlobungsfeier auftreten. Gegen 20 Uhr wurden wir abgeholt - die Verlobungsfeier sollte in La Soukra, einem Nobelviertel von Tunis stattfinden. Das Ende der Strecke war stockdunkel, nur noch Holperpiste und dann stand wir vor einer riesigen Mauer. Das Tor zum Grundstück wurde geöffnet und wir dachten, wir träumen - ein Anwesen wie im Märchen. Es stellte sich dann heraus, dass die Zufahrtstrasse noch gebaut wird. Das Kuppeldach und die vergoldeten Fayencen, die Ausstattung - einfach prachtvoll. Wir saßen sprachlos da. Roshdi Alouan, der uns den Auftritt vermittelt hatte stellte uns den Gastgebern vor, die uns in den riesigen Garten führten. Beleuchtete Springbrunnen, Swimmingpool, festlich gedeckte Tische, eine Großleinwand, ein Kamerateam, Fotografen, Live Musik etc. Es war ein Traum.... | ![]() |
| Wir wurden an den "Künstlertisch" gebracht und saßen zusammen mit Roshdi Alouan, noch einem anderen bekannten Sänger aus Ägypten sowie einer tunesischen Sängerin, die zur Zeit in England singt, jedoch zu dieser Verlobungsfeier engagiert wurde. WIR inmitten von lauter Stars.... Von Süssigkeiten, frisch gepresstem Saft, bis hin zu Whisky und Champagner gab es alles was das Herz begehrt. Bei unserem Auftritt zeigten wir u.a. einen Doppelschleiertanz, Säbeltanz, Stocktanz, Solos und Duett von Leyla und Amir und erhielten begeisterten Applaus. | |
Für die Tunesier war unser Auftritte eine Sensation, denn man muss wissen, dass die Tänzerinnen bei Gruppentänzen nicht synchron tanzen, sondern jede etwas anderes macht. Unsere Tänze drückten Können, Synchronität, vor allem viel Freude am Tanz und die Liebe zur Musik aus. Nun wurde es ernst - gegen 1 Uhr mußten wir zurück nach Hammamet - gerade wenn es am schönsten ist..... Aber alles half nichts, denn um 2.30Uhr sollten wir schon wieder vom Hotel aus zum Flughafen nach Monastir gefahren werden. Und auch die Auftrittskostüme wollten ja noch in die Koffer gestopft werden. Um 6.10 Uhr sollte unser Flieger starten. Der Bus wartete schon auf uns. Diesmal gestaltete sich die Kofferfrage noch schwieriger: Zuviel Koffer für den Bus. Kurzerhand wurden sie aufs Dach des Busses geladen, was bei dem Gewicht einige Männer zum Schwitzen brachte. Eine "intensive" Verabschiedungszeremonie begann...der Hotelmanager verabschiedete sich persönlich, bedankte sich nochmals herzlich auf ein baldiges Wiedersehen. Viele, viele Bussies dann noch für Leyla, Benjamin und Amir al Gharb, die das Glück hatten noch weitere drei Wochen zu bleiben. Die Ablösung für uns kommt heute Mittag.
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Die Fahrt zum Flughafen verläuft eher ruhig.
Wir sind nun doch etwas müde aber sehr glücklich. So haben wir
doch in den drei Wochen viel an Routine und Selbstsicherheit gewonnen.
Total überladen kamen wir dann am Flughafen an mit unseren kleinen
und großen Eroberungen von Geschirr über Lampen bis hin zu
schwer transportierbare Spiegel. Eine lange Warteschlange erwartete uns.
Oh weh, jetzt will das Flugpersonal auch noch das Handgepäck sehen
und WIEGEN.....jetzt ist alles aus...nach dem dritten Handgepäck
schon 30 kg Übergewicht und es kamen noch 13 Gepäckstücke...Der
Beamte raufte sich die Haare - Madame; soviel???? Unmöglich!!! Schnell
gesellten sich noch 2 andere Beamte dazu.... nachdem wir unseren Charme
und Jasmina ihre arabischen Sprachkenntnisse ausgespielt hatte waren alle
drei Herzen erobert und wir hatten gewonnen. Sie ließen uns kopfschüttelnd
und lächelnd passieren und unser Abschiedsschmerz wurde immer größer......
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